Anfang des Jahres 2021 erfolgte sie Zulassung von Ofatumumab (Kesimpta®) für schubförmig remittierende Multiple Sklerose mit aktiver Erkrankung über die Europäische Arzneimittelbehörde EMA.
Der Wirkstoff Ofatumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der gezielt B-Zellen, genauer gesagt CD20+-B-Zellen, vermindert. Diese B-Zellen spielen im Erkrankungsprozess der Multiplen Sklerose eine große Rolle. Neben Ocrelizumab ist Ofatumumab der zweite B-Zellantikörper, der die Zulassung für die Behandlung der MS erhält.
Ofatumumab (Kesimpta®) der Firma Novartis erhielt die Zulassung für aktive Formen der RRMS bei erwachsenen Patienten. Das bedeutet, dass Krankheitsaktivität in Form von Schüben oder Entzündungsaktivität im MRT vorhanden sein muss.
In zwei großen Phase III- Zulassungsstudien Studien (Asclepios I und II) wurde Ofatumumab im Vergleich zu Teriflunamid (Aubagio®) getestet. Es zeigte sich eine Überlegenheit von Ofatumumab im Bezug auf Schubratenreduktion und Reduktion der MRT-Aktivität.
Das Medikament wird vom Patienten nach drei Initialdosen, die innerhalb von zwei Wochen verabreicht werden, mit einer Fertigspritze selbst unter die Haut injiziert.
Bevor Ofatumumab in den Erstattungskodex der Sozialversicherung aufgenommen wird und somit auf Rezept erhältlich ist, muss ein Antragsverfahren in Österreich absolviert werden. Das heißt, dass es bis zur tatsächlichen Verfügbarkeit in Österreich noch dauern kann. Wir halten Sie am Laufenden!
Quellen: Europäische Arzneimittelbehörde; Novartis;