Multiple Sklerose verläuft bei jedem Patienten anders. Die Krankheit hat deshalb oft auch den Beinamen „Krankheit der tausend Gesichter„. Von sehr milden Verlaufsformen mit einem, oder 2 leichten Schüben im ganzen Leben, bis zu sehr aggressiven Verlaufsformen ist alles möglich. Auch kann sich die Erkrankung im Laufe des Lebens ändern.

Die häufigste Verlaufsform der MS ist die sogenannte schubförmig remittierende MS (RRMS). Krankheitsschübe führen zu Symptomen und Beschwerden, die sich nach gewisser Zeit – mehr oder weniger vollständig – wieder zurückbilden. Bei den meisten MS-Patienten verläuft die Krankheit am Anfang schubförmig.

Nach vielen Jahren der Erkrankung, kann ein Übergang in die sogenannte sekundär chronisch progrediente Phase (SPMS) erfolgen. Krankheitsschübe treten kaum oder gar nicht mehr auf, es kommt aber im Verlauf der Jahre zu einer schleichenden Verschlechterung der Erkrankung.

Selten kommt die sogenannte primär chronisch progrediente Multiple Sklerose vor (PPMS). Hier fehlen Schübe, die Krankheit zeigt von Anfang an eine schleichende Verschlechterung.

Auch wenn Multiple Sklerose derzeit nicht heilbar ist, können Sie gemeinsam mit Ihrem MS-Experten mit entsprechenden medikamentösen Therapien großen Einfluss auf Ihre Erkrankung nehmen. Das Fortschreiten der Erkrankung kann so eingeschränkt und lange hinausgezögert werden. So ist für viele MS-Patienten heutzutage ein „normales“ Leben mit Beruf, Familie und Freunden gut möglich.

Besprechen Sie mit Ihrem Neurologen die Therapiemöglichkeiten, um die beste Behandlung für Sie zu finden!