Was ist Ocrelizumab?

Ocrelizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper gegen das B-Lymphozytenantigen CD20. Der Antikörper bindet an CD20 positive B-Zellen, die bei Multipler Sklerose eine große Rolle spielen, und führt zu deren – reversiblen – Elimination.

Ocrelizumab ist seit 2018 in Europa zur Behandlung der hochaktiven Multiplen Sklerose und als erstes Medikament zur Behandlung der primär chronisch progredienten Verlaufsform zugelassen.

Welche Präparate zur Ocrelizumab-Therapie gibt es in Österreich?

Ocrelizumab ist in Österreich unter dem Namen

  • Ocrevus® 300 mg Infusion verfügbar. Die Infusion wird in einer Dosierung von 600 mg, bei Erstgabe aufgeteilt auf 2 Infusionen im Abstand von 14 Tagen, halbjährlich verabreicht.
  • Ocrevus® 920 mg subcutan wird als ca 10 minütige Injektion alle 6 Monate verabreicht

Ocrelizumab ist in Österreich für Patienten mit hochaktiver, schubförmiger Multipler Sklerose zugelassen, die trotz einer Langzeitbehandlung hohe Krankheitsaktivität aufweisen. Die Erstattung für Patienten mit Primär chronisch progredienter MS erfolgt unter gewissen Voraussetzungen nach chefärztlicher Bewilligung.

Gibt es Nebenwirkungen bei Ocrelizumab-Therapie?

Durch die immunsuppressive Wirkung von Ocrelizumab sollten auftretende Infekte rasch und ausreichend behandelt werden.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind infusionsbedingte Nebenwirkungen wie Juckreiz, Hautausschlag, Müdigkeit, Fieber oder beschleunigter Herzschlag. Diese Nebenwirkungen treten im Rahmen der Infusion und bis zu 24 Stunden danach auf und sind meist nur mild vorhanden.
Einen detaillierten Überblick über mögliche Nebenwirkungen erfahren Sie von Ihrem Arzt oder der Packungsbeilage.

Ihr behandelnder Arzt informiert Sie zu weiteren Details.