Was ist Ozanimod?

Ozanimod ist ein sogenannter S1P-Rezeptor-Modulator.

Es verhindert, dass Lymphozyten aus den Lymphknoten und Immunorganen in die Blutbahn und ins Zentrale Nervensystem wandern, wo sie an der Zerstörung der Myelinscheiden entscheidend beteiligt sind. Durch eine hohe Spezifität für den S1P1-Rezeptor, der vorwiegend an Entzündungszellen zu finden ist, sollen Nebenwirkungen an anderen Organen vermieden werden.

Welche Präparate gibt es zur Ozanimod-Therapie in Österreich?

In Österreich ist Ozanimod unter dem Namen

  • Zeposia® 0,92 mg 1x/Tag

erhältlich. Das Medikament muss über 1 Woche langsam aufdosiert werden um Nebenwirkungen zu vermeiden. Dies erfolgt mittels einer eigenen Starterpackung.

Ozanimod ist für Patienten mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose zugelassen. Die Aktivität muss durch mindestens 1 Schub im letzten Jahr oder einer neuen kontrastmittelspeichernden Läsion im MRT belegt werden. Der EDSS muss unter 5,0 liegen.

Gibt es Nebenwirkungen bei Ozanimod-Therapie?

Als Nebenwirkung kann es zu einer herabgesetzten Herzfrequenz (Bradykardie) kommen. Ist eine Herzerkrankung bekannt, muss eventuell vor Therapiebeginn eine kardiologische Untersuchung und Überwachung bei Ersteinnahme erfolgen. Regelmäßige Kontrollen der Leberwerte sind erforderlich, da es in seltenen Fällen zu einer Erhöhung dieser kommen kann. Eine weitere seltene Nebenwirkung ist das Makulaödem (Flüssigkeitsansammlung unter der Netzhaut, die unscharfes Sehen hervorruft). Eine Augenärztliche Kontrolle nach ca. 4 Monaten wird daher empfohlen. Einen detaillierten Überblick über mögliche Nebenwirkungen erfahren Sie von Ihrem Arzt oder der Packungsbeilage.

Regelmäßige Kontrollen bei ihrem MS-Experten sind wichtig. Ihr Arzt informiert Sie zu weiteren Details.