„Meinen Humor habe ich trotz allem nie verloren!“ sagt eine langjährige MS-Patientin bei fast jeder Kontrolle zu Ihrem Arzt.

Und das ist auch gut so, denn Lachen ist gesund.

Bei Lachen werden 17 Muskeln im Gesicht angespannt, das Zwerchfell und die Bauchmuskulatur aktiviert. Nach der Anspannung erfolgt eine Entspannung der Muskulatur, was einen Effekt auf die Inneren Organe und das Herz-Kreislaufsystem hat. Der Blutdruck und der Puls sinken nach dem Lachen, die Blutgefäße erweitern sich.
Lachen ist also ein tolles Muskeltraining!

Beim Lachen vertieft sich die Atmung, mehr Sauerstoff gelangt ins Blut. Die tiefe Atmung kann zu zusätzlicher Entspannung und Reduktion von Stress führen.

Lachen führt zur Ausschüttung von Endorphinen, sog. „Glückshormonen“, Stresshormone werden abgebaut. Die Schmerztoleranz wird erhöht, die Muskulatur entspannt sich.

Lachen wird mittlerweile auch wissenschaftlich untersucht.: die Gelotologie (Lachwissenschaft) beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Lachens auf Psyche und Körper. In einer Metastudie aus den Jahr 2022 konnten so positive Effekte des Lachens sowohl auf die körperliche als psychische Gesundheit gezeigt werden.

Kinder lachen am Tag noch bis zu 400 mal pro Tag, bei Erwachsenen sind es durchschnittlich nur mehr magere 20 mal pro Tag.

Aber was tun, wenn einem einfach nicht zum Lachen zumute ist?

Untersuchungen zeigen, dass selbst ein künstliches Lachen positive Auswirkungen haben kann: auch das Nachahmen von glücklichen Gesichtsausdrücken kann einen positiven Effekt haben.

Lachyoga wurde 1195 vom indischen Arzt und Yogalehrer Madan Kataria ins Leben gerufen. Beim Lachyoga werden Klatsch-, Dehn- und Atemübungen sowie pantomimische Übungen kombiniert, das anfangs künstliche Lachen soll in ein natürliches übergehen. Was ungewohnt und schwierig klingt funktioniert erstaunlich gut, denn: Lachen ist ansteckend.

Und wer auch über seine eigenen gesundheitlichen Probleme mal lachen will: dem seien die „Behinderten Cartoons“ von Phil Hubbe ans Herz gelegt!