Was ist Siponimod?

Siponimod ist ein sogenannter S1P-Rezeptor-Modulator. Es bindet an 2 der 5 Rezeptoren für S1P. Dadurch werden einerseits Lymphozyten in den Lymphknoten zurückgehalten und können in geringerem Ausmaß ins Gehirn einwandern. Andererseits wird durch eine direkte Bindung an Immunzellen im Gehirn eine Schädigung verhindert.

Spionimod ist das erste orale Medikament, das die Zulassung zur Behandlung der aktiven sekundär chronisch progredienten MS erhielt.

Welche Präparate gibt es zur Siponimod-Therapie in Österreich?

In Österreich ist Siponimod unter dem Namen

  • Mayzent® 2 mg bzw. 0,25mg Tabletten erhältlich.
    Die Dosierung erfolgt einschleichend bis zu einer Tagesdosis von 1mg oder 2mg tgl., abhängig vom individuellen Metabolisierungsstatus. Dieser wird vor Therapiebeginn bestimmt.

Siponimod ist für Patienten mit aktiver sekundär chronisch progredienter MS zugelassen. Der Nachweis der Aktivität erfolgt durch Nachweis eines klinischen Schubes oder Zunahme der Läsionen in einem rezenten MRT. Der EDSS muss zwischen 3 und 6,5 liegen.

Gibt es Nebenwirkungen bei Siponimod-Therapie?

Als Nebenwirkung kann es zu einer herabgesetzten Herzfrequenz (Bradykardie) kommen. Ist eine Herzerkrankung bekannt, muss eventuell vor Therapiebeginn eine kardiologische Untersuchung und Überwachung bei Ersteinnahme erfolgen. Regelmäßige Kontrollen der Leberwerte sind erforderlich, da es in seltenen Fällen zu einer Erhöhung dieser kommen kann. Eine weitere seltene Nebenwirkung ist das Makulaödem (Flüssigkeitsansammlung unter der Netzhaut, die unscharfes Sehen hervorruft). Eine Augenärztliche Kontrolle nach ca. 4 Monaten wird daher empfohlen. Einen detaillierten Überblick über mögliche Nebenwirkungen erfahren Sie von Ihrem Arzt oder der Packungsbeilage.

Regelmäßige Kontrollen bei ihrem MS-Experten sind wichtig. Ihr Arzt informiert Sie zu weiteren Details.