Gerade bei diesem Wetter kommt die Zeit, wo sich viele Menschen einen Wellnessaufenthalt in einer Therme gönnen möchten oder man bei kühlen Temperaturen einen Saunagang plant.
Immer wieder hören MS-Betroffene aber: Hitze und MS, das verträgt sich gar nicht gut.
Spricht denn nun etwas gegen einen Thermalurlaub oder die Infrarotkammer? Darf ich das als MS-Patient?
Auf diese Frage kann man keine allgemeingültige Antwort geben.
Viele MS-Betroffene sind sehr sensibel auf Hitze und leiden dann am sogenannten Uthoff-Phänomen. Dies bezeichnet eine vorübergehende Verschlechterung einzelner MS-Symptome oder der Fatigue-Symptomatik.
Diese Verschlechterung ist allerdings nur kurzfristig. Sobald der Körper wieder abgekühlt ist, bilden sich die Symptome wieder zurück. Eine dauerhafte Verschlechterung oder Schubauslösung durch Hitze muss definitiv nicht befürchtet werden.
Dennoch ist auch die vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden für viele Patienten Grund genug, um Saunagänge oder sehr warmes Thermalwasser zu meiden.
Es gibt aber auch gar nicht so wenige MS-Patienten, die Hitze sehr gut tolerieren und die entspannende Wirkung des warmen Wassers und der Sauna genießen.
Kurzum: probieren Sie es aus! Vertragen Sie selber die Hitze gut, so spricht sicherlich nichts gegen einen Aufenthalt im Thermalbad oder der Sauna.