Medizinische Rehabilitation ist ein wichtiges Standbein der Therapie und Langzeitversorgung von Menschen mit Multipler Sklerose.
Neben stationärer Rehabilitation in darauf spezialisierten Rehazentren besteht auch die Möglichkeit, Therapien im niedergelassenen Bereich ambulant durchzuführen. Dies ist z.B. im Verlauf nach stationärer Rehabilitation zum Auffrischen und Erhalt der trainierten Fähigkeiten sinnvoll. Auch regelmäßige ambulante Therapie ist für viele MS-Patienten wichtig um einzelne Probleme behandeln und Fähigkeiten trainieren zu können.

Physiotherapie hilft, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers zu erhalten und zu verbessern. Bei Multipler Sklerose liegt hier ein Schwerpunkt auf Therapie eingeschränkter Mobilität, Spastik und Fatigue.

Ergotherapie setzt ihren Behandlungsschwerpunkt auf Alltagsfähigkeiten um größtmögliche Selbständigkeit zu erhalten. Dies umfasst sowohl kognitives Training als auch Feinmotoriktraining, Sensibilitätstraining oder zum Beispiel Haushaltstraining.

Logopädie beschäftigt sich mit Stimm-, Sprach- und Schluckbeeinträchtigungen. Sowohl Kommunikation als auch Nahrungsaufnahme stehen hier im Mittelpunkt.

Neuropsychologie führt sowohl die Diagnostik von kognitiven Störungen als auch Beratung und Therapie diesbezüglich durch. Auch das Erlernen von Kompensationsmöglichkeiten als auch Krankheitsverarbeitung, Problem- und Stressbewältigung gehören zu den Schwerpunkten der Psychologen.

Ambulante Psychotherapie kann in Zeiten starker psychischer Belastung und bei Depressionen helfen.

Um eine ambulante Therapie in Anspruch nehmen zu können benötigen Sie eine Verordnung. Diese kann über den Hausarzt oder Facharzt ausgestellt werden. Für Physio- und Ergotherapie sowie für Logopädie ist keine Bewilligung erforderlich. Bei ambulanter Psychotherapie ist ab der 11. Sitzung eine Bewilligung nötig.

Bei Vertragstherapeuten werden die Behandlungskosten vollständig übernommen. Eine Liste der Vertragspartner der ÖGK finden Sie hier auf der Homepage der ÖGK unter den jeweiligen Therapien.

Bei Wahltherapeuten wird von der Krankenkasse nur ein Teil der Kosten übernommen. Die Rechnung muss vorab beim Therapeuten bezahlt werden und kann dann bei der Kasse eingereicht werden.