Akuter Schub

Bei einem MS-Schub kommt es zum Auftreten von erstmaligen oder erneuten Symptomen, die mehr als 24 Stunden anhalten.

Es dürfen keine Faktoren vorliegen, die einen Schub vortäuschen können. Das kann z.B. bei einem Infekt und Fieber vorkommen. Man spricht dann von einem Pseudoschub.

Die Therapie eines MS-Schubes besteht in einer kurzzeitigen hochdosierten Kortisongabe.

Üblicherweise wird dabei Methylprednisolon in einer Dosierung von 1 g pro Tag über  3 bis 5 Tage intravenös verabreicht, anschließend wird das Kortison oft noch oral mit Tabletten über einige Tage ausgeschlichen.

Hat die MS-Schub Therapie Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen der Kortisongabe können Magenbeschwerden, Übelkeit, Unruhe, Schlafstörungen, vorübergehende Hautveränderungen ("Kortisonakne") oder psychische Störungen sein, vor allem bei Diabetikern kann es zu Blutzuckerentgleisungen kommen.

Während der Kortisongabe muss zusätzlich ein Magenschutz eingenommen werden, bei Bedarf kann auch kurzfristig ein mildes Schlafmittel eingenommen werden.

Die akute Schubtherapie kann — je nach Schwere des Schubes — stationär oder ambulant erfolgen.