Diagnose

Das Erscheinungsbild der Multiplen Sklerose kann sehr unterschiedlich sein, und für viele der Beschwerden kann auch eine andere Erkrankung die Ursache sein.

Das macht die Diagnose einer Multiplen Sklerose vor allem im Frühstadium auch für erfahrene Ärzte oft schwierig.

Welche Untersuchungen führt der Arzt bei Verdacht auf MS durch?

Neben einer

  • ausführlichen Krankheitsanamnese steht eine
  • exakte neurologische Untersuchung durch den Arzt

im Vordergrund. Je nach Ergebnissen sind unterschiedliche weitere Untersuchungen notwendig.

Im MRT (Magnetresonanztomographie) des Gehirns und des Rückenmarks können entzündliche Veränderungen dargestellt werden.

Mit einer VEP-Untersuchung (visuell evozierte Potentiale) kann eine Beteiligung des Sehnerven nachgewiesen werden.

Nach wie vor ist zur Diagnosestellung eine Untersuchung des Nervenwassers mittels Lumbalpunktion (Kreuzstich) wichtig.

Wie lange dauert es bis zur endgültigen Diagnose?

All diese Untersuchungen geben nur Hinweise und sind Mosaiksteine zur endgültigen Diagnose.

Eine einzelne beweisende Untersuchung gibt es nicht. Nur in Zusammenschau aller Befunde kann Multiple Sklerose diagnostiziert werden.

Da auch der Krankheitsverlauf über längere Zeit einen oft entscheidenden Mosaikstein für die Diagnosefindung darstellt, kann es manchmal Wochen oder Monate dauern, bis die endgültige Diagnose gestellt werden kann.