Was ist Glatirameracetat?

Glatirameracetat ist ein synthetisches Eiweißmolekül, das regulierend in das Immunsystem eingreift. Seit 1996 wird das Medikament erfolgreich bei Multipler Sklerose eingesetzt.

Welche Präparate gibt es zur Glatirameracetat-Therapie in Österreich?

In Österreich ist Glatirameracetat unter dem Namen

  • Copaxone® 20 mg/ml 1x täglich s.c.
  • Copaxone® 40 mg/ml 3x wöchentlich s.c.
  • Perscleran® 20 mg/ml 1x täglich s.c.
  • Perscleran® 40 mg/ml 3x wöchentlich s.c.

erhältlich.

Die Injektion s.c. (subkutan; unter die Haut) kann – und soll! – vom Patienten nach einer entsprechenden „Spritzenschulung“ selbst durchgeführt werden.

Gibt es Nebenwirkungen bei Glatirameracetat-Therapie?

Häufig treten lokale Nebenwirkungen der Haut auf. Diese reichen von Reizerscheinungen (Rötungen, Brennen oder vorübergehenden Verhärtungen) bis zu Abnahme von Fettgewebe an der Einstichstelle (Dellenbildung = Lipatrophie).

Selten tritt die sogenannte „sofortige Postinjektionsreaktion“ auf. Dabei kommt es zu Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüchen und Druckgefühl. Die Symptomatik kann von 30 Sekunden bis zu einer halben Stunde dauern und hört von alleine wieder auf. Diese Reaktion wirkt zwar bedrohlich, ist aber ungefährlich und tritt normalerweise bei einem Patienten nur einmal auf.

Mehr Informationen zum Medikament finden Sie auch im Patientenhandbuch Glatirameracetat des Kompetenznetz Multiple Sklerose KKMS, hier als PDF zum downloaden