Was ist Dimethyfumarsäureester?

Dimethylfumarsäure beeinflusst die Funktion von Entzündungszellen, sodass diese weniger aktiv gegen körpereigene Zellen arbeiten. Zusätzlich bietet die Substanz einen gewissen Schutz für Nervenzellen.

Dimethyfumarsäureester ist in Europa seit 2014 für die Therapie von Multipler Sklerose zugelassen.

Welche Präparate gibt es für Dimethyfumarsäureester-Therapie in Österreich?

In Österreich ist Dimethylfumarsäureester unter dem Namen

  • Tecfidera® 120 bzw 240 mg Kapseln 2 Mal täglich

erhältlich.

Dimethylfumarsäureester ist in Österreich zur Behandlung der schubförmig remittierenden MS erwachsener Patienten zugelassen.

Gibt es Nebenwirkungen bei Dimethyfumarsäureester-Therapie?

Häufige Nebewirkungen sind vor allem in den ersten 3-4 Monaten Beschwerden des Magen-Darm-Systems wie Übelkeit, Sodbrennen und Durchfälle. Vorübergehende Hautrötungen („Flush“) und Hitzewallungen können auftreten.

In sehr seltenen Fällen (mit Juli 2016 waren es 10 Fälle bei mehr als 200.000 Patientenjahren) trat eine schwerwiegende Virusinfektion des Gehirns, die PML-Erkrankung, auf. Längerdauernde Erniedrigung von weißen Blutkörperchen (Lymphopenien) dürften hier eine Rolle spielen, weshalb regelmäßige Blutbildkontrollen notwendig sind.

Ihr behandelnder Arzt informiert Sie zu weiteren Details.

Mehr Informationen zum Medikament finden Sie auch im Patientenhandbuch Dimethylfumarat des Kompetenznetz Multiple Sklerose KKMS, hier als PDF zum downloaden