Ende Mai 2020 erfolgte sie Zulassung von Ozanimod (Zeposia®) für schubförmig remittierende Multiple Sklerose mit aktiver Erkrankung über die Europäische Arzneimittelbehörde EMA.

Der Wirkstoff Ozanimod gehört zur Gruppe der Sphingosin-1-Phosphat (S1P)-Rezeptor-Modulatoren und ist somit neben Fingolimod und Siponimod der 3. Wirkstoff aus dieser Gruppe, der eine Zulassung zur Behandlung der MS erhielt. S1P-Rezeptor-Modulatoren verhindern das Ausströmen aktivierter Entzündungszellen aus den sekundären lymphatischen Organen (z.B.: Lymphknoten) ins Blut und damit ins Gehirn. Somit führen sie zu verminderter Entzündung im ZNS und einer Kontrolle aktiver Multipler Sklerose.
Durch eine hohe Spezifität für den S1P1-Rezeptor, der vorwiegend an Entzündungszellen zu finden ist, sollen Nebenwirkungen an anderen Organen vermieden werden.

Ozanimod (Zeposia®) der Firma Bristol Myers Squibb erhielt die Zulassung für aktive Formen der RRMS. Das bedeutet, dass Krankheitsaktivität in Form von Schüben oder Entzündungsaktivität im MRT vorhanden sein muss.

In zwei großen Phase III- Zulassungsstudien Studien (SUNBEAM und RADIANCE) wurde Ozanimod im Vergleich zu Interferon-beta-1a getestet. Es zeigte sich eine Überlegenheit Von Ozanimod im Bezug auf Schubratenreduktion und Reduktion der MRT-Aktivität. Die Behinderungsprogression unterschied sich in beiden Gruppen nicht signifikant.

Das Medikament wird oral als Kapsel täglich zum Einnehmen sein.

Bevor Ozanimod in den Erstattungskodex der Sozialversicherung aufgenommen wird und somit auf Rezept erhältlich ist, muss ein Antragsverfahren in Österreich absolviert werden. Das heißt, dass es bis zur tatsächlichen Verfügbarkeit in Österreich noch dauern kann. Wir halten Sie am Laufenden!

Quellen: Europäische Arzneimittelbehörde; Bristol Myers Squibb;