Menschen mit chronischen Erkrankungen geben im Laufe eines Jahres üblicherweise viele Geld für Medikamente und Rezeptgebühren aus. Um diese Kosten zu verringern, kann man bei niedrigem Einkommen um eine Rezeptgebührenbefreiung ansuchen. Auch lassen sich Medikamentenkosten von der Steuer absetzten.

Medikamentenkosten zur Behandlung von Krankheiten können als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abegesetzt werden.

Es handelt sich um eine außergewöhnliche Belastung mit Selbstbehalt. Erst nach Überschreitung eines gewissen Selbstbehaltes tritt die Steuerminderung in Kraft. Die Höhe des Selbstbehaltes hängt vom Einkommen und anderen Faktoren, wie zum Beispiel Alleinerzieher- oder Alleinverdienerabsetzbetrag , ab.

Bei einer Behinderung von mindestens 25 Prozent können Medikamente im Zusammenhang mit der Behinderung (zum Beispiel Rezeptgebühren für MS-Medikamente) auch ohne Selbstbehaltes abgesetzt werden.

Kosten zur Erhaltung der Gesundheit, wie zum Beispiel Impfungen, Verhütungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel sind nicht absetztbar.

Das Sammeln der Medikamentenrechnungen macht also Sinn.
Hierzu ein paar Tipps:

  • manche Apotheke bieten in Verbindung mit einer Kundenkarte eine Jahreszusammenstellung Ihrer Medikamentenkosten an.
  • wer regelmäßig dieselben Medikamente verschrieben bekommt und vergessen hat, die Belege zu sammeln, kann auch eine Schätzung über die Kosten abgeben.
  • die ÖGK bietet als Online-Service eine Jahreszusammenstellung der Rezeptgebühren für des Finanzamt an. Dieses Service ist auch bei der BVAEB möglich.