Derzeit ist die ganze Welt im Bann des Coronavirus.
Gerade bei MS-Patienten taucht oft die Frage auf, ob sie besonders für eine Infektion mit dem neuartigen Virus gefährdet sind.

MS-Patienten haben ein aufgrund der Erkrankung MS kein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Wie schaut es aber mit MS-Patienten aus, die aufgrund der Erkrankung eine medikamentöse Therapie bekommen, die ins Immunsystem eingreift? Zwar gibt es hierfür noch keine Untersuchungen oder Studien, dennoch kann man derzeit einige Dinge feststellen:

  • Immunmodulatoren, dazu zählt Glatirameracetat und Interferone, führen nach derzeitigem Wissensstand zu keinem erhöhtem Infektionsrisiko
  • alle anderen medikamentösen MS-Therapeutika, die unterdrückend ins Immunsystem eingreifen, können mit einem gering erhöhten Risiko für Komplikation im Rahmen von Viruserkrankungen einhergehen. Bei anderen Viruserkrankungen, wie zum Beispiel der Influenza, wurden allerdings in den letzten Jahren keine dramatischen Auswirkungen auf diese Patienten beobachtet.

Müssen sich MS-Patienten in besonderer Weise gegen Coronavirus schützen?

Nein. Viel wichtiger ist, die allgemein gültigen Vorsichtsmaßnahmen ernst zu nehmen und zu befolgen.

  • Waschen Sie Ihre Hände häufig!
    Reinigen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit einer Seife oder einem Desinfektionsmittel.
  • Halten Sie Distanz!
    Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zwischen sich und allen anderen Personen ein, die husten oder niesen.
  • Berühren Sie nicht Augen, Nase und Mund!
    Hände können Viren aufnehmen und das Virus im Gesicht übertragen!
  • Achten Sie auf Atemhygiene!
    Halten Sie beim Husten oder Niesen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder einem Taschentuch bedeckt und entsorgen Sie dieses sofort.
  • Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450

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